Winter

Winter☃️❄️

Die Stunden des Lichts nehmen ab und die Temperaturen sinken. Es hat sich alles in das Innere zurück gezogen. Es gibt diese geheimnisvolle Stille, diese Ruhe und Besinnlichkeit.

Der Winter ist dem Element Wasser zugeordnet und die Funktionskreise heißen Niere und Blase. Die Emotion ist die Angst und die Farbe ist blau.

Typische Beschwerden in den Funktionskreisen Niere und Blase sind:

❄️Rückenbeschwerden und Schwäche im unteren Rücken
❄️Probleme mit Knochen wie Arthrose, Osteoprorose oder
Bandscheibenschäden
❄️Allgemeine Schwäche und häufiges Frieren
❄️geringes Lungenvolumen oder Asthma, Trockenheit der
Haut und Schleimhäute, trockener Husten, Verstopfung
❄️Verminderte Fruchtbarkeit
❄️Schlaflosigkeit, Alpträume und verstärkte Ängste
❄️Schwitzen und Inkontinenz
❄️Blasenentzündung, Reizblase

Zur allgemeinen Unterstützung des Wasser-Elementes sind warme Füße und eine passende Ernährung sehr wichtig.

Herbst

Herbst🍁

Jetzt ist die Zeit, in der es ruhiger wird und sich alles zurück zieht. In der TCM werden dem Herbst (Metall Element) die Organkreise Lunge und Dickdarm zugeschrieben. Es gilt in dieser Zeit das Immunsystem zu stärken um gut über den Winter zu kommen. Dies kann man mit Bewegung in der frischen Luft, durch Atmung und die passende Ernährung machen.

Symptome einer geschwächten Lunge können sein:

🍁 Husten
🍁 Infektanfälligkeit der Atemwege
🍁 Müdigkeit
🍁 Schnupfen
🍁 Kurzatmigkeit
🍁 Erkältungen

Ernährung im Herbst:

🍁 2 bis 3 mal am Tag warm Essen
🍁 weiße Nahrungmittel (Reis, Radieschen Rettich…)
🍁 Karotten, Kürbis, Polenta, Datteln, Mandeln, Birnen (als
Kompott)
🍁 frischen Ingwer mitkochen
🍁 Suppen und Eintöpfe

Meide:

🍁 Rohkost, Tomaten, Gurken, Blattsalat, Südfrüchte, Joghurt,
Fruchtsäfte, Smoothies, Mineral.

Im Herbst geht es darum, sich zu stärken und zur Ruhe zu kommen, damit die Energie bewahrt wird. 🍂🍂🍂🍂

Hirse

Die Thermik ist kühl und der Geschmack süss, salzig.
Sie hat einen Bezug zur Milz, Magen und Niere

Die Hirse ist etwas in Vergessenheit geraten, aber sie wird jetzt wieder immer beliebter. Denn sie liefert viele wertvolle Nährstoffe, besondere Spurenelmente und schützende Antioxidantien. Die Hirse ist glutenfrei, tut Diabetikern und Zöliakie-Patienten gut, ist leicht bekömmlich und schützt die Darmschleimhaut. Außerdem hilft die Hirse ganz gut beim Entgiften des Köpers.

Hirse enthält viele Mineralstoffe, wie Magnesium,Eisen, Kupfer Vitamin B1, B3, B5, B6 und vorallem auch Kieselsäure.

Darum ist die Hirse auch speziell für Frauen ein tolles Getreide. Die Kieselsäure ist gut für Knochen und Zähne, für schönes Haar, gesunde Haut, Nägel und ein gesundes Bindegewebe. Überdies wirkt sie aufbauend, wärmend, verjüngend, nervenstärkend, entwässernd, entgiftend und entzündungshemmend.

Daher ist sie gut bei:

 Cellulite
 Haarausfall
 Rissige Nägel
 Gelenkbeschwerden
 Krampfadern
 Hämorrhoiden
 Verdauungsbeschwerden
 Vergesslichkeit
 Müdigkeit
 Erkältung

Tipp: Hirsekissen im Backrohr wärmen bei 100 Grad
15 Minuten (oder im Tiefkühlfach kühlen) und dann bei Muskelschmerzen, Verstauchungen, Prellungen, Verpannungen oder Mentruationsbeschwerden sowie bei müde und schwere Augen, auflegen.

Schröpfen – Schröpfmassage

Bist du gerade beim Entschlacken? 🌺

Es gibt auch körperliche Therapiemethoden wie Schröpfmassage und Gua Sha (Schaben), die unseren Stoffwechsel anregen, um Giftstoffe besser ausleiten zu können.

Schröpfkopfmassage: 🌺

Bei dieser Methode wird das aufgesetzte Schröpfglas mit der Hand über eine mit Massageöl eingeriebene Hautoberfläche auf- und abwärts und auch kreisend bewegt. Diese Massage-Technik hat eine stoffwechselfördernde, entschlackende und unterstützende Wirkung. Sie wirkt tiefer als die klassische Handmassage.

Die starke Sog-Druckwirkung spezieller Sauggläser bricht Fettzellverbände auf und transportiert diese ab. Die mechanischen Reize straffen das Hautgewebe und machen es wesentlich elastischer. Die Methode ist beispielsweise besonders effektiv bei Cellulitis.

Schröpfen bei Disharmonien: 🌺

Beim Schröpfen werden mehrere Gläser auf den entsprechenden Stellen aufgesetzt. Durch kurzes Erhitzen des Glasinneren entsteht ein Unterdruck auf der Haut. Es werden so der Lymphfluss und die Gewebsdurchblutung angeregt. Dadurch können Verspannungen und Verhärtungen gelöst werden und der Energiefluss wird wieder hergestellt. Die verstärkte Durchblutung kann die Abwehrkräfte steigern, Schlacken ausleiten und den Stoffwechsel aktivieren.

Anwendungsgebiete: 🌺

Erkältung
Verdauungsprobleme
Rheumatische Erkrankungen
Entzündung der Harnwege
Zyklusstörungen
Grippe
Bronchialkatarrh
Halsschmerzen
Wechseljahrbeschwerden
Migräne und Kopfschmerzen
Kreislaufstörungen

Was ist TCM?

Die „Traditionelle Chinesische Medizin“ beruht auf über 2000 Jahre altem Wissen. In China gibt es eine Tradition, die Ernährung als Therapie in Form von Diätrezepten anwendet. Das kann man aus dem Klassiker „Der Gelbe Kaiser“ entnehmen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Medizin. Nach chinesischer Auffassung bedeutet Gesundheit einen Zustand der vollkommenen Harmonie zwischen den Organen und dem Qi (Qi = Lebensenergie); es wird die Ursache behandelt und nicht nur die Symptome.

Mit der Anwendung anderer Therapieformen wird versucht, den Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So wird die gesunde Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederhergestellt.

Durch Befragung, Zungen- und Pulsdiagnose kann die Ursache erkannt und ein individueller Ernährungsplan erstellt werden.

Für den Plan werden regionale Lebensmittel verwendet und auch die Lebenssituation und die Konstitution berücksichtigt.

Um einen Ausgleich im Körper zu schaffen, werden der Geschmack, die Thermik und die Wirkrichtung der Lebensmittel genützt.

Die Anwendungsgebiete sind zB.

 Husten
 Kopfschmerzen
 Gastrits
 Wechseljahrbeschwerden
 uvm.

Sommer

Der Sommer ist dem Feuer Element zugeordnet. Alles geht nach außen. Der Geschmack ist bitter und die Farbe ist rot. Das Herz und der Dünndarm sind die Organe vom Feuer.

Nach dem Frühlingserwachen kommt die Sommerzeit. Es ist die Zeit der Feiern, man trifft sich mit Freunden und möchte gerne etwas unternehmen. Wir werden aktiver gehen gerne spazieren oder  wandern.

Die Temperaturen steigen an und der Körper wird erhitzt. Um uns von außen gegen die Hitze zu schützen, ziehen wir kurze Hosen, T-Shirt´s und Kleider an oder flüchten in den Schatten.

Durch die richtige Ernährung kannst du aber den Körper von Innen kühlen, indem du kühlende und erfrischende Nahrungsmittel zu dir nimmst, aber nicht mit Eiscreme und eisgekühlten Getränken. Du darfst auch nicht zu viel Rohkost und Salat im Sommer essen. Denn ein zu viel von den kalten Nahrungsmittel kann die Milz (Verdauungskraft) schwächen. Die Infektgefahr wird dadurch größer und es kann zu einer Magen-Darm-Grippe mit Übelkeit und Erbrechen oder zum Durchfall kommen. Deshalb ist es zu empfehlen, auch in der warmen Jahreszeit zu kochen, vor allem dämpfen und blanchieren. Du kannst auch mit gekochten Nahrungsmittel ganz tolle Salate machen. Wie zB. einen Reissalat mit Gemüse und frischen Kräutern.

Im Sommer ist es wichtig „Kühlflüssigkeit“ zu bewahren und zu nähren, damit dein Körper nicht heiß läuft und da eignet sich wasserhaltiges Gemüse wie Spinat, Tomaten, Gurken, Blattsalate usw.

Das Fleisch solltest du  jetzt im Sommer reduzieren und dafür mehr Fisch und Gemüse mit Getreide essen. Aber auch kühlendes Obst ist gut, zB Birnen, Äpfel, Feigen, Melonen, Weintrauben oder Erdbeeren.

Ideal sind Kompotte, Suppen und Eintöpfe mit erfrischenden Nahrungsmitteln, die können besonders deine kostbaren Säfte aufbauen.

Den bitteren Geschmack solltest du  in der heißen Zeit  sehr reduzieren, damit du nicht austrocknest. Es ist  besser du trinkst nicht Schwarztee oder Rotwein sondern eher erfrischende Kräutertees, oder Leitungswasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder mit einer frischen Minze.

Sommer ist auch die Grillzeit. Und in der TCM ist das Grillen eine der heißesten Kochmethoden, daher ist Grillen im Sommer eigentlich nicht zu empfehlen. Das würde eher in den Winter passen. Aber es ist im Sommer natürlich viel gemütlicher und da wollen wir nicht darauf verzichten.

Kein Problem du kannst auch da entgegenwirken indem du eher Fisch oder Hühnerfleisch zum Grillen nimmst und auf Lammfleisch, Chili, Tabasco, scharfen Alkohol oder schweren Majonaisesaucen verzichtest. Denn durch fette und scharfe Speisen kann auch Hitze entstehen und man beginnt noch mehr zu Schwitzen.

Als Beilage empfehlen sich Blattsalate, Gemüse und Kräuter, Kartoffeln oder Kartoffelsalat.

TIPP

Solltest du dennoch die Sommerhitze erwischt haben, dann kannst du folgenden Saft gekühlt trinken:

Mische dazu Melone und Tomaten im Verhältnis 1:1 und stelle den Saft in den Kühlschrank. Der hilft ganz rasch bei einem Sonnenstich.

Ich wünsche dir einen schönen Sommer 🙂

Frühling

Der Frühling ist da! In der TCM wird der Frühling dem Holz-Element zugeordnet.   Es strebt alles nach oben, die Farbe ist grün und der Geschmack ist sauer. Die Leber und die Galle sind die Organe vom Holz.

Der Frühling ist eine gute Zeit den Körper zu reinigen und sich auf den Sommer vorzubereiten. So kann die Leber mit voller Kraft wieder ihrer Aufgabe, dem Ausleiten, nachgehen.

Wenn die Leber überlastet ist, arbeitet sie nicht mehr richtig und es entstehen Schlacken. Außerdem wird der Darm träger, es kommt zu Blähungen, Kopfschmerzen, Allergien, Hautausschlägen usw.

In der TCM sagt man, die DOJO-Zeit ist der ideale Zeitraum zum Entschlacken.

Dabei rechnet man zB vom Frühlingsbeginn (21.03.) 18 Tage nach vor und vom Sommerbeginn (21.06.)  18 Tage zurück. Diese Tage (ungefähr vom 27.04. – 15.05) eignen sich besonders gut für eine Reinigungskur.  Aber achte darauf, dass es in dieser Zeit nicht kalt ist, es nicht  regnet oder kein starker, kalter Wind geht. Dein Körper ist mit dem Entgiften beschäftigt und hat so keine Kraft mehr für die Abwehr.

Die Dauer der Entlastungstage kann sich jeder selber einteilen. Dein Körper ist schon um 1 Tag in der Woche oder 1 Tag im Monat dankbar. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird empfohlen 3, 6, 9 oder max. 12 Tage zu entgiften. Nach drei Tagen ändert sich immer etwas im Körper. So kann es auch sein, dass die Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, leichte Müdigkeit, Schlafstörungen oder belegte Zunge auch stärker werden.

Aber mach dir keinen Stress, wenn du nur 4 Tage statt 6 geschafft hast. Mach einfach ein paar Tage Pause und starte vielleicht später noch einmal durch.

Mit guten Kräutertees kann man die Entgiftung unterstützen. Dazu eignen sich besonders die bitteren Teesorten wie Löwenzahn, Brennessel, Maishaar, Birkenblätter, Schafgarbe oder Goldrute. Auf Kaffee solltest du in dieser Zeit verzichten. Der Rosmarintee wäre ein idealer Ersatz.

Das Essen beschränkt sich in dieser Zeit auf Getreide wie Reis, Hirse oder Gerste mit Gemüse und frischen Kräutern. Gemüsebrühe ist auch erlaubt. Es gibt auch ein Paar Gewürze, die beim Ausleiten  helfen, zB Kardamom, Pertersilie oder Kurkuma.

Probiere es aus und fange vielleicht mit einem Tag an 🙂

 

Ernährung der Mitte

 

 

 

 

 

 

Schau auf deine Milz (in der TCM wird der gesamte Verdauungstrakt der Milz zugeordnet)

  • Probiere warm zu frühstücken. So bekommst du Kraft und Wärme für den Vormittag und die Verdauungskraft wird gestärkt. Gut sind Speisen aus Getreide z. B. süßer Porridge oder Hirse mit Ei, sowie Suppen mit Hülsenfrüchten oder Gemüse. Dazu passen aromatische Kräuter und Gewürze, die sind für die Verdauung gut.
  • Vollkornbrot ist zwar gesund, aber sehr schwer verdaulich.  Ganzes Korn soll man daher sehr lange garen und mit speziellen Kräutern würzen.  Damit das Brot bekömmlicher wird, kannst du es toasten oder länger liegen lassen, bis es trockener ist.
  • Zu viele Milchprodukte schwächen die Verdauungskraft. Und ist die Milz  einmal geschwächt, bekommst du Süßegelüste. Eine gute Alternative zum Eiweiß sind die Hülsenfrüchte. Diese sollten ebenso ausreichend gekocht und mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Ingwer und Kümmel verfeinert werden.
  • Eiskalte Getränke und Speisen kühlen die Verdauungskraft ab. Dann ist die Milz schwach und kann nicht mehr richtig arbeiten. Besser ist es, Tees aus Kümmel, Fenchel, Ingwer, Sternanis oder Kardamom zu trinken.
  • Kurzkettige Kohlenhydrate wie sie in Brot, Kuchen oder Süßigkeiten enthalten sind, schwächen ebenso die Verdauung. Dadurch kann es zur Gewichtszunahme kommen. Daher solltest du diese Kohlenhydrate eher selten zu dir nehmen.
  • Obst kannst du roh in kleinen Mengen essen, allerdings ist es leichter verträglich  wenn du Kompott oder Mus daraus machst und Zimt, Koriander, Kardamom, frischem Ingwer oder Vanille hinzufügst.

Versuche für den Anfang dreimal in der Woche warm zu Frühstücken, du wirst dich gut dabei fühlen und deine Milz wird es dir danken 🙂